finnlandjahr

Teil II

November, Dezember, Januar

1)      Fountains of Wayne: Hey Julie

2)      Ellie Goulding (original Elton John): Your Song

3)      Michael Tolcher: Sooner or later

Der Überblick:

– Dunkler November war dunkel, fraß sämtliche Energie, Lebens- und Arbeitslust.

– Gelernt, dass es im finnischen Winter keine Rolle spielt ob du 5, 10 oder 15 Stunden schläfst

– Ohrlichter für mich entdeckt

–  Zum ersten Mal seit Deutschland wieder Brezeln gegessen

– Den Mami-Superhelden-Reflex entdeckt (näheres bitte im Blogg vom 19.11. nachlesen 😉 )

– Elchsuppe gegessen

– Heimweh wird zum quasi omnipräsenten Zustand

– Weihnachtsgottesdienste auf Englisch und Deutsch erlebt

– Wunderschöne Abende mit Marianne verbracht

– Rollstuhl auf den Namen Finn getauft

– Thanksgiving im Kindergarten gefeiert

–  Todesmutig alleine beim Blutabnehmen gewesen

– Den Finnen Nikolaus näher gebracht

–  Itsenäisyyspäivä miterlebt

– Angefangen, mich für den Deutsch-finnischen Verein in Kotka zu interessieren

–  Mehrfach „Pikkujoulu“ gefeiert

– Sehr interessantes Silvester gehabt inklusive im-Schnee-Rollen-nach-der-Sauna

– Zweites finnisches Theaterstück gesehen

– mich zum ersten Mal mit Sabina getroffen

– Eine wunderbare Zeit mit Mama, Papa, Yanic und Max gehabt

–  Camila verabschiedet

–   hinterher in ein großes emotionales Loch gefallen

–  -25° er- und überlebt

–  Des Gastfamiliendramas zweiter Akt

–  Nettes Midterm-Camp

–  Erfolgreich Praktikumsplatz gefunden!

 

Was ich gelernt habe:

– Dunkelheit kann wehtun – gewissermaßen körperlich

– Krankenschwestern müssen nicht um ihr Leben fürchten, wenn ich zum Blutabnehmen auftauche, ich aber um meine Nerven

– Ich bin in der Lage, mich um ein Kleinkind zu kümmern (Windeln wechseln, Anziehen,…)

– Busfahren im Dunkeln

– (Mini) Katastrophen  zu bewältigen

–  Aktiv werden

–  Saunayoga ist eine ernstzunehmende Sportart

–  Tschüss sagen ist Arbeit

–  manchmal einfach darauf vertrauen, dass Dinge irgendwie gut werden

–  Finnische Weihnachtslieder

– Mir meinen Geburtstag zu organisieren

– Mir Hilfe organisieren, wenn ich sie wirklich brauche

–  Das Heimweh-Monster zulassen

– Nicht wieder so weit von zuhause weg zu wollen

Was sonst noch so passiert ist:

– Juhannus (Mittsommer) gefeiert, in dem ich mit Laura „Liebe in Zeiten der Cholera“ geschaut habe

–  Mit Diana in Helsinki auf einem Flohmarkt gewesen

– Bierabend gehabt

–   Mich bei Kind im Kindergarten eingeschleimt

–  Todesmutig bei SAS angerufen um dann wegen einer 10 Sätze beanspruchenden Absage eine gute halbe Stunde in der Warteschleife zu verbringen

– Panisch angefangen, WG-Bewerbungen zu schreiben, nachdem der sicher geglaubte Plan B gescheitert ist

–  Beim Babytanzen gewesen

–  Für „das höhere Ziel“ allen Vera-Stolz runtergeschluckt

–  Zum ersten Mal seit Deutschland wieder in einem McDonald’s gewesen

–  … viele andere Sachen, die mir jetzt grade einfach nicht einfallen. Entschuldigt. 

Ich weiß, dass es nicht Sonntag ist und um euch noch mehr zu schockieren, das hier wird nicht mal einer der „üblichen“ Bloggposts. Wie ihr ja wisst (manche…vielleicht), habe ich nun noch drei ganze Wochen hier übrig und weil ich denke, dass man ein ganzes Jahr unmöglich in einem Text Revue passieren lassen kann, werde ich das nun auf insgesamt vier „Texte“ aufteilen, von denen der nächste hoffentlich am Sonntag kommt.

 

Teil I

August, September, Oktober

Playlist:

1)      Noah and the Whale: L.I.F.E.G.O.E.S.O.N.

2)      Fools Garden: Lemon tree

3)      Joseph Arthur: In the sun

Der Überblick:

–  Abschied von Familie und Freunden („You got heart and you’re going your own way”)

–  In Finnland angekommen, dort den absoluten Anti-Klischee-Finnen Pekka getroffen, nach zwei Tagen in HEL weiter nach Tampere gefahren

–  Erstes Camp gehabt, eine Menge über Finnland und andere Kulturen gelernt. Festgestellt, dass man Weihnachten auch im August feiern kann und die finnische Grammatik schlicht nicht plausibel erklärbar ist. Außerdem ist Foolsgardens Lemontree international zumindest so bekannt, dass die ganze Sauna „I wonder how, I wonder why….“ mitsingen konnte.

–  Camila, Laura, Paul, Kukka-Maria, Katja, Marianne, Kem, Sanna, Seija, Senni, Maria, Senni (kl.), Emilia und Miia kennen gelernt

–  Für  vier Wochen im finnischen Middle-of-Nowhere gewohnt, beschlossen, dass ich später unbedingt ein Auto brauche

–  Erste Heimwehattacke („I picture you in the sun…“), erstes Wochenende bei Laura, das Gastfamiliendrama Akt 1

–  Shoppingnight in Pasaati und erstes Theaterstück gesehen

–  Erstes Mal krank, erster Umzug

– Gruppenwechsel von den 5-Jährigen zu den Kleineren

– Mit Camila Kotka und seine Parks erkundet,  Arnolds und Arome zu Standard-Cafés gemacht

–  Erstes Mal Busfahren, der erste Schnee, das erste Mal Browniebacken in Finnland

–  Als Inderin verkleidet zur Halloweenparty, dort zum ersten Mal Schoko-Marshamllow-Popcornberge gegessen

Was ich gelernt habe:

– Ohne Mama und Papa sein

– Klo putzen

– mich auf neue Situationen einstellen

– Busfahren

– Spontaner zu werden (ein bisschen)

–  Einen Raum nach Plan herrichten

–  Kindergarten-Finnisch

– Warum es alle für so eine große Leistung halten, für ein Jahr ins Ausland zu gehen

Was letzte Woche sonst noch passiert ist:

– Bei Laura eingezogen

– Jeden Tag  2x 1,3 km zur Arbeit gelaufen, dementsprechend müde

–  Maniküre- und Musikabende mit Laura gehabt

– Am Strand gewesen

– In Hamina gewesen, um dann später zu erfahren, dass da am Abend die Band auftritt,  von der mein finnisches Lieblingslied ist

– Eine ganze Menge Eis gegessen

– (Un)nötigerweise eine kurze Hose gekauft

– Geschafft, mir die Beine zu wachsen, ohne mich ernsthaft zu verletzen

– Das Ego gepusht bekommen

– Eine wunderschöne Abschiedskarte von einer Familie aus dme Kindergarten bekommen. Zitat: „He [das Kind aus meiner Gruppe]and we really appreciated you!“. Es hatte also doch alles irgendwie einen Sinn.

– Mudcake gebacken (steht noch aus, sobald das hier gepostet ist fange ich damit an)

 

Wie gesagt, es ist ein bisschen anders als sonst, aber ich gestehe, ich habe im Moment einfach nicht die Energie, um das alles, was hier passiert, zu einem Blogg zu verarbeiten. Morgen kommt dann Teil zwei, damit ich im Zeitplan bleibe und diesen „Kurzüberblick“ hoffentlich rechtzeitig fertig bekomme.

Vor einigen Jahren lief auf dem eigenen Fernsehkanal eines bekannten Brauseherstellers eine Dokumentation über  Skispringen, mit dem überhaupt nicht suggestiven Titel „Die Überflieger“. Dafür wurden zwei – suprprise – von diesem Hersteller gesponserte Athleten der österreichischen Nationalmannschaft und Janne Ahonen über ein Jahr begleitet. Während des Films kommen verschiedene Experten zu Wort, Toni Innauer (Klammer auf, Klammer zu, ich hatte sehr großen Respekt, als ich diese Woche gehört habe, dass der Mario mit springen aufhört), Tom Bartels, Werner Schuster und ein Psychologe der Universität Innsbruck, dessen Namen ich gerade vergessen habe. Dieser Psychologe sagt an einer Stelle über Thomas Morgenstern sinngemäß: „Wenn ich dem neun schwarze und einen roten Ball gebe und die schwarzen stehen für etwas schlechtes, der rote für etwas gutes, dann schafft der Thomas es, die neun schwarzen Bälle komplett auszublenden und sich nur auf den roten Ball zu konzentrieren.“

In dieser Woche habe ich mir mehr als einmal gewünscht, in dieser Hinsicht mit dem Springer tauschen zu können, wahrscheinlich wäre mir dann einiges an Ärger erspart geblieben. Ich mache mir jetzt hier einfach mal eine Eigenschaft dieses Bloggs zu nutze, die ich bis dato meiner Meinung nach noch zu sehr vernachlässigt habe, was sicherlich nicht immer das schlechteste war. Es ist mein Blogg. Auf meinem Blogg darf ich meine Wahrnehmung über Dinge kund tun, im besten Fall natürlich vorher als solche gekennzeichnet. Das möchte ich hiermit tun. Der nun folgende Teil dieses Bloggeintrags ist bewusst (!) sehr subjektiv geschrieben, erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und Abwägung aller Seiten. Ich werde die Situation schildern, wie ich sie sehe, unter Nennung und Bewertung aller mir bekannten Fakten. Das heißt nicht, dass das so stimmen muss, aber es ist, das kann ich garantieren, die Situation, wie ich sie wahrnehme.

Ich bin am Samstag, den 23. Februar hier eingezogen. Seit diesem Tag war mir und meiner Gastorganisation bekannt, dass ich spätestens Ende Mai hier wieder ausziehen muss, weil dann mein Gastvater wieder zurückkommt und die Familie eigene Pläne hat. Anfang April gab es mehrere Mailwechsel zwischen Mari, meiner Gastmutter und mir zu den Zukunftsplänen und ich weiß von Riina, dass sie damals schon sehr klar gesagt hat, dass es vielleicht keine gute Idee wäre, dass alles auf den letzten Drücker zu machen. Nun, bis Ende letzter Woche hatte noch niemand konkrete Informationen darüber, wann und wohin ich umziehen würde und als ich, wie es der Zufall wollte, just zu diesem Zeitpunkt eine Mail von der Koordinatorin des ICJA bekam, in der sie sich nach meinem Befinden erkundigte, schilderte ich die Situation. Außerdem machte ich auch auf Dinge im Kindergarten aufmerksam, die mich das Jahr über immer wieder gestört haben. Wenn ich mir jetzt ansehe, wohin das geführt hat, denke ich, ich hätte besser meine Klappe halten sollen.  Zu aller erst einmal folgte auf diese Mail eine von Mari, in der sinngemäß stand, ob wir, also Seija, Laura, Riina und die Leiterin des Vereins, dem der Kindergarten gehört, schon eine Lösung für das Problem hätten. An dieser Stelle ging mir das erste Mal, nett formuliert, die Hutschnur hoch. Maris offizieller Arbeitstitel lautet „Program Coordinator“ und ich denke, von einer Koordinatorin darf man erwarten, dass sie solche Dinge wie den Umzug in eine neue Gastfamilie koordiniert, noch dazu – und ich hätte ja selbst nie gedacht, dass ich dieses Argument jemals bringen würde – wenn meine Eltern dafür 8.000 Euro gezahlt haben. Koordination bedeutet für mich in diesem Fall definitiv nicht, dass solche Dinge an Seija oder gar mich delegiert werden.  Als ich daraufhin eine nicht mehr ganz so freundliche Mail an sie schrieb, merkte ich schon, dass sich hier ganz langsam das nächste, riesengroße Missverständnis seit Marianne entwickelte. Dort stand nämlich plötzlich, ich hätte eine sehr negative Erfahrung mit dem Arbeits-Teil meines Dienstes gehabt. Das sehe ich nicht so und da fühle ich mich missverstanden. Ich habe die Arbeit im Kindergarten nie als total schrecklich oder sonst etwas bezeichnet, ich habe lediglich die Dinge benannt, die mir ziemlich auf die Nerven gehen wie z.B., das während eines Jahres quasi keine Weiterentwicklung meiner Arbeit stattgefunden hat und niemand daran interessiert schien, mit etwas beibringen zu wollen. Ich habe, hoffe ich, immer wieder betont, dass mir die Arbeit mit den Kindern sehr viel Spaß macht und dass es sicherlich schlimmere Arbeitsplätze als diesen gibt. Trotzdem finde ich, ich habe das Recht, Dinge anzusprechen, die mir nicht passen, wie eben die Tatsache, dass ich den Eindruck bekomme, es ist wichtiger, dass die Klos geputzt sind, als dass ich ein Projekt durchführe. Offenbar ist  dem aber nicht so, denn als ich am Mittwoch dann ein Gespräch mit Seija zu dem Thema hatte, zeigte sie sich völlig überrascht und auch – in meinen Augen – etwas Verständnislos. Alles in allem weiß ich nicht ob das Gespräch, dass wir dort hatten, etwas zur Verbesserung der Situation beigetragen hat, aber das habe ich, nach den Erfahrungen, die ich in diesem Jahr gemacht habe, auch nicht erwartet. Was mich eigentlich viel mehr schockiert hat war, dass Seija mir zwei Tage später auf Nachfrage rückgemeldet hat, sie hätte Teile von dem, was ich gesagt habe, nicht nachvollziehen können. Meine Befürchtungen – ich sage etwas, es ändert sich nichts, ich bin frustriert – scheinen sich also zu bestätigen. Außerdem ist Seija nun glaube ich sauer auf mich, weil ich nicht schon früher etwas gesagt habe (was in meinen Augen nicht stimmt), weswegen sie als  „Wohnoption“ quasi wegfiel. Eigentlich bin ich aber ganz froh darüber, denn so sah ich mich gezwungen, am Mittwoch Laura anzurufen und um Asyl auf ihrer nicht vorhandenen Couch zu bitten, dass sie mir nun gewährt hat. Ich werde also morgen zu ihr ziehen, darauf freue ich mich sehr.

Doch es gab natürlich auch noch schöne Dinge in den letzten zwei Wochen. Dazu gehört sicherlich als großes Ganzes mein Urlaub in Turku mit Gudrun und Oma, der sehr, sehr schön war, nachdem wir uns aufeinander eingeschossen hatten (und davor natürlich auch schon). Ich habe dank ihnen einige sehr schöne Flecken von Finnland gesehen, wir wohnten in einem wunderschönen Mökki und hatten dank einer Finnin, die sich und ihren Mann beim Saunieren aus dem Ferienhaus ausgesperrt hatte, auch noch ein sehr lustiges Erlebnis. Es waren wirklich wunderschöne Tage mit vielen, sehr tollen Eindrücken und der Erkenntnis, dass Turku eine der schönsten Städte Finnlands ist, die ich bis jetzt gesehen habe.

In dieser Woche war dann im Kindergarten Action angesagt, gleich am Montag unternahm unsere Gruppe einen Ausflug in das ca.  Minuten entfernte Hamina. Dort gibt es einen Park mit ziemlich großem Spielplatz, wo unsere Kinder sich austoben konnten. Das schönste dabei war, dass ich meine eigene „Minigruppe“, bestehend aus zwei Kindern bekam, mit denen ich dann eine Runde durch den Park drehen durfte. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Am Dienstag stand dann die Frühlingsparty auf unserer Gruppe an und weil es sich für mich nicht gelohnt hätte, nach Hause zu fahren, verbrachte ich meinen Nachmittag mit Juuso bei den Vorbereitungen, auch das war sehr lustig. Die Party selbst war eben so eine typische Kindergarten-Party: Die kleinen trugen einstudierte Lieder und Verse vor, die Eltern filmten fleißig alles mit dem Handy, dass Personal versuchte nicht zu zeigen, wie angestrengt es eigentlich vom Arbeitstag war. Am Mittwoch dann die nächste „Party“: Der Deutsch-Finnische Verein hatte sein Jahresabschlussgrillen und obwohl ich anfangs gar nicht dort hin gewollt hatte, ging ich schließlich Diana zu liebe mit. Es war auch ganz witzig, mit Nürnberger Würstchen und Kartoffelsalat dazusitzen und Deutsch zu reden, aber noch viel schöner war die anschließende Autoheimfahrt mit Diana. Ich hoffe wirklich sehr, dass es noch nicht unsere letzte war. Denn einen Abschied hatte ich diese Woche auch noch zu feiern: Sabina rief mich Donnerstag Nachmittag an und informierte mich darüber, dass sie ab jetzt für drei Wochen zu ihrer Schwester nach Island und anschließend mit ihrer Gastfamilie bis Anfang Juli in Urlaub sein würde, was konkret bedeutet, dass wir uns nicht mehr sehen werden. Also gingen wir gemeinsam im Pasaati ein letztes mal essen und reden und auch wenn es sehr traurig war, war das Treffen an sich sehr schön. Irgendwie kann ich es mir bei ihr überhaupt nicht vorstellen, sie vielleicht nie wieder in meinem Leben zu sehen.

Am Freitag ging es dann direkt nach der Arbeit auf nach  Helsinki, wo ich mich mit Elisabeth treffen wollte, um mit ihr am Samstag morgen nach Vaasa zu fahren. Der Grund dafür war ziemlich banal, wir hatten uns einfach noch einmal sehen wollen und das „wo“ von den Sonderangeboten der Bahn abhängig gemacht. Also fuhren wir für 20 statt 40€/ Weg nach Vaasa, was auch die nötige Übernachtung in einem Hostel in Helsinki möglich machte. Vaasa ist eine sehr schöne Stadt und irgendwie sehr anders als das, was man hier im Süden so findet. Das ist mir allerdings auch schon bei Turku, Rauma und Naantali die Woche zuvor aufgefallen. Die Häuser sehen total anders aus als bei uns, es gibt wirklich sowas wie eine Fußgängerzone und allgemein sogar eine Art Einkaufsstraße und nicht bloß Einkaufszentren. Den Strommast mitten auf einem Fluss fand ich auch faszinierend. Aber die Hauptsache war sowieso, einfach einmal mit einem Freund aus Kotka herauszukommen, dafür hat es sich auf alle Fälle  gelohnt. Das auch noch in einer anderen Hinsicht: Im Zug von Seinäjoki nach Vaasa fing, als habe sie Elisabeths Beschwerden über die nicht-kommunikativen Finnen gehört, aus heiterem Himmel unsere Sitznachbarin an, sich mit uns zu unterhalten. Wir erfuhren also, dass sie aus Helsinki kommt und ihre Eltern in Oulu wohnen, wohin sie uns spontan einlud. Leider wird das wohl bei mir nicht klappen, weil sie meiner Meinung nach von Ende Juli gesprochen hat, wenn ich ja schon wieder zuhause bin, aber allein die Tatsache war sehr nett.

WP_000409

WP_000406

WP_000411

Gestern Abend kam ich dann relativ spät wieder nach Hause und es passierte das, was mir bis dato Gott sei Dank noch nicht so oft passier t ist: Ich saß im Bus vor einem völlig betrunkenen Menschen. Solange der schlief war das kein Problem, aber als der Busfahrer ihn dann weckte, weil er aussteigen sollte und der Mann sich weigerte, das zu tun, wurde es irgendwie unschön. Es endete dann damit, dass der Fahrer den Mann an der ersten Haltestelle des Ortes hinter dem Ort, bis zu dem er bezahlt hatte, rausgeschmissen und ihm seine Flaschen hinterhergeworfen hat. Dass der Mann kurz danach ein Feuerzeug in der Hand hatte, hat mir irgendwie Angst gemacht. Der Busfahrer war an sich aber sehr nett und hat sich hinterher sogar noch bei mir erkundigt, ob er Typ sich entschuldigt hätte, obwohl er mir ja wirklich nichts getan hat. Ich kam also um kurz vor elf nach Hause und habe schon beim Anblick der nur halb gepackten Koffer fast einen Anfall bekommen.

Zum Thema. Im Moment sieht mein Zimmer so aus:

WP_000434

Heute morgen wurden schon Abschiedsgeschenke ausgetauscht, ich habe einen Korb mit Salzbrezeln, Gummibärchen und meinen Lieblings-Sahnetofees  und eine Karte mit Bildern von Riina bekommen, sie von mir ein selbstgeschriebenes Kochbuch. Es war einfach schön. Irgendwie ist das komisch, dass die Stimmung diesmal so anders ist. Ich bin irgendwie geradezu glücklich, auszuziehen. Nicht, weil es mir hier bei Riina nicht gefallen hätte, um Gottes Willen, aber einfach, weil für uns beide klar ist, dass es sozusagen „notwendig“ ist. Es ist notwendig, damit ihr Mann nach Hause kommt und damit ich meinen letzten Abschnitt hier beginnen kann. Natürlich stresst es mich, die Koffer jetzt gepackt zu haben und trotzdem nicht nach Hause zu können, aber irgendwie ist das jetzt alles absehbar. Und ich freue mich darauf. Unglaublich. Einfach, weil alles ein Ende haben muss. Und ich glaube, trotz allem, dass es ein gutes Ende haben wird.

Entschuldigt bitte, dass das jetzt vielleicht nicht so wahnsinnig informativ war, aber ich glaube es war eine sehr gute Darstellung dessen, wie es gerade in mir aussieht.  Ich habe noch keine Ahnung, wie es bei mir ab morgen mit dem Internet aussieht, aber ich werde sicher irgendwann einmal wieder bloggen.

bis dahin

Hyvää sunnuntai kaikille,

ihr kennt das ja mittlerweile schon, auch dieser Blogg muss mal wieder für die Ereignisse von zwei Wochen herhalten, einfach, weil ich letzten Sonntag schlicht keine Nerven mehr hatte, um mich noch hiermit zu beschäftigen. Eigentlich war das schade, denn gerade in der letzten Woche habe ich, verhältnismäßig, relativ viel gemacht. Das außergewöhnlichste war wohl ein relativ spontaner Kinobesuch am Mittwochnachmittag, zu dem ich von Diana eingeladen wurde. Die hatte Freikarten für die drei D Version von „Jurasic Park“ und so kam ich zu meinem dritten Kinobesuch in Finnland. Der Film an sich war nicht so ganz mein Fall und ab dem Punkt, als der T-Rex eine Tür öffnete, in dem er die Klinke mit seiner Kralle herunterdrückte, für mich nicht mehr so ganz ernst zu nehmen, aber Dank der Tatsache, dass ich von Diana und einem selbst zusammengstellten 800g-Beutel voller Süßigkeiten begleitet wurde, war es eigentlich ganz lustig. Anschließend gingen wir noch in der finnischen Pizza-Hut Variante essen und redeten über Gott, die Welt, Finnland, Deutschland, die Tudors und noch so einiges mehr. Ein wirklich sehr schöner Nachmittag.

 

Am eigentlich freien weil Feiertagsdonnerstag ging es für mich dann relativ früh auf den Weg nach Helsinki, wo sich die ICYE-Freiwilligen zu ihrem letzten Camp treffen würden. Hierbei muss ich mal etwas erwähnen, auf dass ich ziemlich stolz bin: Ich schaffe es mittlerweile, das Geld für die Busfahrkarte (Wir erinnern uns: 3,50 für eine Cola im Supermarkt à Karte, 40€ für die Monatskarte beim Busfahrer à nur Bargeld) bei mir zu haben, wenn ich sie brauche. So konnte ich trotz der Tatsache, dass ich eigentlich davon ausgegangen war, die Karte wäre für den Donnerstag noch gültig gewesen, ohne Probleme bis an den Busbahnhof kommen. An der Bushaltestelle traf ich noch einen Mann, der mich spontan in ein Gespräch verwickelte und hatte so  zumindest für einen Teil der gut halbstündigen Fahrt in die Stadt sehr gute Unterhaltung. Im Bus nach Helsinki sorgte dann Sabina dafür, dass mir nicht langweilig wurde, während wir gemeinsam die Überbleibsel der 800g Süßigkeiten verspeissten. Während der Fahrt  wurde ich auch zum ersten Mal auf etwas aufmerksam, was in dieser Woche noch sehr nützlich für mich werden sollte. Der Busfahrer fragte, wer zum Flughafen wolle und bestätigte mir damit, was ich zuvor immer nur in vagen Andeutungen hatte heraushören können: Es gibt eine direkte Busverbindung zwischen Kotka und dem Flughafen in Vantaa – irgendwie. Dazu später mehr. Wir kamen also in Helsinki und am vereinbarten Treffpunkt an, diesmal übrigens ohne uns zu verlaufen oder zu spät zu kommen. Es war alles wie immer, man begrüßte sich und startete die ersten Gespräche, doch hinzu kam diesmal, dass eine etwas kleinere Gruppe, die sich abseits unserer gebildet hatte, nicht unbedingt argwöhnisch aber eben doch beäugt wurde. „Die Fremden“, die finnischen Freiwilligen, die also dieses Camp mit uns verbringen würden. Da deswegen leider nicht genug Platz für unsere Freunde aus dem EVS-Programm war, waren wir anfangs doch etwas skeptisch, das legte sich jedoch, wie zu erwarten gewesen war und sie stellten sich als ganz angenehm heraus. Die Busfahrt war wie immer nett, Halid und ich hatten ausreichend Zeit für Gespräche und es hat unglaublich gut getan, mit ihm zu reden.

 

Im Camp selber ging es dann – angeblich – um Reflektion, das war in meinen Augen aber alles so gesteuert, dass für eigene Erfahrungen wenig Platz blieb. Vielleicht war das ja gewollt und besser so damit wir uns nicht alle nur gegenseitig bemitleiden, ich weiß es nicht, aber irgendwie war das nicht so ganz, was ich mir vorgestellt hatte. Den Höhepunkt bildeten dann Einzelgespräche mit Mari, die diesmal sogar wirklich stattfanden und was ich nutzte, um einmal  pauschal und in bester deutscher Klischee Manier zu sagen, was mir an meinem Arbeitsplatz und der Allgemeinsituation alles so auf den Keks geht, frei nach dem Motto, jetzt oder nie. Und ehrlicherweise auch schon mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sich für mich eh nichts mehr ändern wird, aber ja vielleicht für meine Nachfolgerin. Es wäre ihr zu wünschen.

Ein schöner Punkt des Camps war sicherlich, als wir in gemischten Gruppen mit den Finnen eine Art Olympiade bestritten, inklusive der Erfindung eines Teamnamens, wobei wir uns nach reichlicher Überlegung und unter Beachtung kultureller Spezifitäten unsere Länder (Finnland, Mexico, Deutschland) schließlich auf LDT – Loco drunken Tontus, also die verrückten betrunkenen Weihnachtselfen einigten. Bei der Vorstellung vor den anderen Gruppen bekamen wir dafür eine ganze Menge Applaus. 

Was ich ganz interessant fand war eine Einheit am vorletzten Nachmittag, bei der es um die Rückkehr nach Hause ging und wir uns in einer Reihe aufstellen sollten, entsprechend der Tatsache, wie sehr wir mental noch in Finnland oder schon zuhause wären. In Sachen „schon zuhause“ führte ich die Gruppe an, wirklich überrascht hat mich das nicht. Wahrscheinlich bin ich eben vom Bild des „perfekten“ Volunteers doch noch am weitesten entfernt, keine Ahnung.

Doch wie das so ist mit schönen Dingen, irgendwann gehen sie vorbei und uns drohte zum ersten Mal etwas, dass für uns in den nächsten Wochen wohl immer normaler werden wird – Tschüss sagen, verabschieden mit dem Wissen, dass man sich höchstwahrscheinlich nie wieder sehen wird. Und so wurden im Abschlusskreis zwar Versprechen gegeben und Offerten gemacht („You all can come to Germany anytime you want! My parents have a lot of space and are amazingly happy to host people!“), aber was daraus wohl wird… wir werden es sehen. Oder eben auch nicht. Die Stimmung beim “endgültigen” Abschied in Helsinki war dann auch wirklich ziemlich gedrückt und ich war froh, dass mein Bus nach Hause so bald fuhr, dass ich gar nicht die Zeit hatte, um mir großartig Gedanken deswegen zu machen.

Zuhause erwartete  mich dann Riina, der ich natürlich Bericht erstattete, anschließend fiel ich totmüde ins Bett, und das, obwohl ich für Camp-Verhältnisse eigentlich jeden Abend verdammt früh schlafen gegangen bin.

 

Diese Müdigkeit zog sich dann durch die darauffolgende Woche und machte sie um einiges länger und ätzender, als sie es sonst wahrscheinlich gewesen wäre. Ok, wenn ich ehrlich bin hatte sie als „letzte Woche vor Omas und Gudruns Besuch“ sowieso keine guten Karten, aber so extrem lang hätte sie dann auch nicht werden brauchen. Am Mittwoch wagte ich mich todesmutig wieder in das kleine „Reisebüro“ an der Bushaltestelle, um mich a) zu erkundigen, was denn nun an den Gerüchten einer direkten Busverbindung zwischen Kotka und dem Flughafen dran wäre und b) die Tickets dafür gleich zu kaufen. Ich wurde etwas nervös als ich sah, dass dort die selbe Frau saß, die mich in der Woche zuvor, als ich die Fahrkarten nach Helsinki gekauft hatte, nicht einmal hatte eine Frage zuende stellen lassen, nahm jedoch all meinen Mut zusammen und versuchte es trotzdem. Und siehe da, plötzlich gab sie bereitwillig Auskunft auf all meine Fragen und das sogar auf englisch. Ich war begeistert. Und um die Frage zu beantworten: Man fährt einfach ganz normal mit dem Bus nach Helsinki, nur, dass der irgendwo unterwegs anhält, wo schon der Bus zum Flughafen auf einen wartet. Schauen wir mal, wie das so funktioniert.

Am Freitag traf ich mich dann mit Sabina in Pasaati, doch was wäre ein Ausflug mit Sabina, wenn ihr Bus nicht Verspätung hätte und die Zeit, die wir wirklich zusammen verbringen konnten, im Endeffekt nur knapp etwas über einer Stunde lag. Das reichte zwar für einen gemeinsamen Besuch bei der McDonalds-Alternative, zu mehr aber auch nicht. So musste ich mir meine Sommer T-Shirts eben alleine kaufen. Ja, ich weiß schon, ich hatte irgendwann mal gesagt, jetzt kein oder wesentlich weniger Geld für Klamotten auszugeben, aber es wird wirklich warm hier und ich hatte aus Deutschland vielleicht drei oder vier Stück mitgebracht, das reicht nicht. Außerdem waren ein paar gerade reduziert und so kam ich bei H & M für unter 20€ an gleich zwei Oberteile, was ich wirklich nicht schlecht finde.

Gestern Abend sahen wir ( = Riina, zwei  ihrer Freundinnen und ich) dann gemeinsam den ESC, was sehr witzig war und wo ich mit gleich mal den Ruf der „Dauernörglerin“ einfing („Germany has spoken. This is not going to win.“), aber alles in allem war es sehr lustig, besonders wie die Finninnen plötzlich alle zu Krista Siegfries „Mary me“ zu tanzen begannen. Per SMS wurden dann noch Abstimm-Deals mit Deutschland getroffen („Ok, zwei für euch, einer  für uns!“) und der Spiegel-Liveticker fehlte auch nicht. Es war fast wie zuhause. Sehr schön. Meine in Lahti gekaufte Finnlandflagge war auch wieder im Einsatz, zwei Mal sogar, denn am Morgen hatte sie bereits, erfolglos, Finnland im Icehockey unterstützen sollen. Jetzt heißt das Finale also Schweden gegen die Schweiz. Das ist sehr, sehr bitter. Vergleiche gefällig? Das Finnland das Spiel gestern verloren hat ist ungefähr so, als wenn wir von Österreich aus der Vorrunde einer WM gekickt würden.

Passiert ist sonst eigentlich nicht  viel, oder nichts, an dass ich mich erinnere, das aufregendste hing nicht mit Finnland, sondern dem Leben danach zusammen. Ich hatte ja die letzten zwei Wochen schon eigentlich jede freie  Minute damit verbracht, die Wörter „zulassungsfreie Studiengänge“ „Onlinebewerbung“ und „Mai“ in den unterschiedlichsten Kombinationen so durch Google zu jagen, dass ich brauchbare Informationen darüber erhalten konnte, wie ich schnellstmöglich an einen für mich akzeptablen Studiengang kam, um ihn in Fribourg vorzuweisen. Ich muss wohl zugeben, dass mir dabei auch ein kleines bisschen mein Stolz im Wege stand, da ich mich weigerte, mich für „Amerikanistik“ oder, bitte fallt mir nicht vom Stuhl vor Lachen „Mathematik“ einzuschreiben, aber die Suche hat sich gelohnt! Ich fand schließlich die TU Chemnitz, wo man Germanistik nicht nur zulassungsfrei studieren sondern sich auch schon ab Mitte Mai einschreiben kann. Das war am Montag. Am Mittwoch sollte das Portal öffnen und kaum war ich am 15. von der Arbeit zuhause meldete ich mich auch an. Alles klappte problemlos und ich bekam es sogar hin, die geforderten Papiere gleiche am nächsten Tag nach Hause zu schicken, wo sie jetzt auch schon angekommen sind. Alles andere liegt jetzt nicht mehr in meiner, sondern in Mamas und Papas Händen, aber ich bin einfach nur froh, dass das jetzt, doch wesentlich schneller als gedacht, erledigt ist. Jetzt kann ich dann langsam also wirklich anfangen. WG-Suchen, Stadt kennen lernen und das alles. Ich freu mich so! Es ist so wichtig für mich gerade, dass es irgendwo weitergeht.

Was? Den Satz habt ihr neulich schon einmal hier gelesen? Nun, der Grund dafür hat sich nicht verändert. Es gibt momentan gefühlt dreitausend Dinge, die mich auf der Arbeit wahnsinnig machen und ich wahr schon mehrmals kurz davor, die in einem gesonderten Bloggeintrag aufzulisten. Vielleicht mache ich das wirklich noch. Nun werdet ihr sagen „Aber es sind doch nicht mal mehr acht Wochen, du hast es dort doch schon viel länger ausgehalten.“

Ja. Genau das ist der Punkt. Ich arbeite jetzt seit ziemlich genau neun Monaten in dem Kindergarten und es ändert sich einfach gar nichts. In zu vielen Bereichen. Doch, ich glaube, ich werde dazu einmal einen gesonderten Blogpost machen. Vielleicht ja schon, wenn ich nächste Woche vom Kurzurlaub mit Oma und Gudrun in Turku zurückkomme. Doch bis dahin gibt es, als Kurzzusammenfassung, ein Zitat aus dem Lied  „Vapaus käteen jää“ der Band Haloo Helsinki: „jos se ei tapa niin se todellakin hajottaa“.  Laut Riina heißt das übersetzt ungefähr soviel wie: „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker, tut aber trotzdem weh.“

Euch allen ein schönes, verlängertes Pfingstwochenende oder Ferien, ich muss morgen arbeiten.

 

Schlagwörter: , ,

Hyvää sununntai kaikille,

die Woche war ziemlich ereignisreich und ich hoffe jetzt einfach, dass ich die ganzen Dinge, die ich erlebt habe, auch angemessen darstellen kann.

Wie schon letztes Mal angekündigt stand die ganze Woche im Zeichen von „Vappu“, den Feierlichkeiten zum „Frühlingsanfang“ am ersten Mai. Die Ähnlichkeiten zur deutschen Fasnacht sind wirklich frappierend, nun bekam ich auf einmal alles, was ich Ende Februar noch „vermisst“ hatte: Verkleidete Kinder, Luftschlangen und Süßigkeiten im Überfluss. Alleine Konfetti fehlte. Dafür gab es auch im Kindergarten „Sima“, den man wohl ins Süddeutsche am besten mit „Abbfellmoscht“  übersetzt. Einmal natürlich die alkoholfreie Variante für die Kleinen und für uns erwachsene die „richtige“, in der aber sogar ich den Alkohol fast nicht geschmeckt habe. Was ich etwas befremdlich fand waren die Rosinen, die in der satt-orangenen Brühe herumschwammen, die habe ich dann vorsichtshalber mit den Lippen aussortiert.  Auch in die Kategorie „befremdlich“ fielen die Munkki genannten Berliner, in deren Inneren sich etwas befand, was sich definitiv nicht mehr Marmelade nennen ließ. Als mir dann später irgendjemand erzählte, er würde die normalerweise immer ohne Füllung essen, habe ich das sehr gut verstanden. Irgendwie schmeckte das sehr bitter, die Konsistenz war seltsam und es war so ganz anders als die Berliner zuhause. Vielleicht war das ja auch das Hauptproblem. Kleiner Funfact am Rande: „Berlini“ gibt’s hier auch, aber die haben dann mit den deutschen „Vorbildern“ überhaupt nichts mehr zu tun.

Im Kindergarten tummelten sich also an diesem Tag ein ganzer Haufen Prinzessinnen, Piraten und anderer Bösewichte, das süßeste war noch ein kleiner Junge im Hasenkostüm. Ich hatte mich Dank von Riina geliehenem Krönchen selbst in eine Prinzessin verwandelt, einfach die Gelegenheit nutzend, dass ich das ja seit dem Kindergarten nicht mehr getan hatte. Die kleinen Prinzessinnen waren natürlich von mir begeistert und es war sehr schön, ihre Freude über mein Kostüm zu sehen. Weniger schön war das Kind, dass ohne Kostüm kam, weil der Vater es nicht mitbekommen hatte. Oder die Mädels, die sich am Nachmittag um einen Zauberstab zankten, der natürlich kaputt ging. Oder die absolut, es tut mir leid, hier dieses Vokabular verwenden zu müssen, hirnrissige Idee, an diesem Tag Tortillas zum Mittagessen anzubieten. Das klang vielleicht in der Theorie ganz schön, in der Praxis bedeutete dass jedoch, dass man nun jedes der fünfzehn Kinder einzeln fragen musste, welches der Zutaten (Fleisch, Soße, Gurken, Tomaten, Salat) es denn nun auf seinen Tortilla wollte. Dass dadurch das ganze Procedere – meiner Meinung nach – unnötig in die Länge gezogen wurde kann sich sicher jeder vorstellen, der schon einmal einen Kindergeburtstag veranstaltet hat.

Am besten ist es wohl, ich sage gar nicht mehr, zu meiner momentanen Arbeitssituation, ich glaube, das würde nicht nett werden. Es ist nicht schlimm, nur frustrierend. Vielleicht sollte ich  den Juni über mit einem Schild auf der Stirn herumlaufen. Darauf würde stehen: „I’m a volunteer. I’m working 35h/week for free since 9 months. Remember that before you make me feel unappreciated!” Der Rest bleibt Schweigen.

Sicherlich wäre diese Art der Informationspolitik an meine Umwelt wesentlich humaner als das, was Maailmanvaihto wieder veranstaltete. Ich weiß nicht, ob ich davon erzählt hatte, aber  nachdem ich ja im Februar nach einer ganzen Menge Drama zu Riina gezogen bin, hatte mir Mari versprochen, man würde mich jetzt besser in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen. Offenbar heißt dass dann folgendes: Seija bietet an, mich im Notfall bei sich wohnen zu lassen, verweist allerdings auf das Transportproblem, Mari sieht die Sache daraufhin als derart erledigt an, dass sie Riina eine Mail schreibt in der Sinngemäß steht, ich würde zu Mari ziehen und ich werde nur gefragt, ob ich „denn schon mit Seija gesprochen“ hätte. Ja. Hatte ich. Und wir kamen beide zu dem Schluss, dass es aufgrund des Arbeitsweg Problems erschreckend wenig Sinn macht. Soviel dazu.

Aber kommen wir doch lieber zu etwas angenehmeren Dingen, denn diese Woche gab es ja Vappu, den ersten Mai zu feiern.  Traditionsgemäß passiert das in Finnland natürlich mit einer ganzen Menge Alkohol und Essen, aber da ich ja in einer Familie mit kleinen Kindern lebe, bekam ich die wesentlich schönere Seite zu sehen, fand ich zumindest. Die erwartete mich Dienstag Nachmittag, als ich von der Arbeit kam. Die sogenannten „Ilmapallos“, also bedruckte Heliumballons, sind neben Munkki  und Süßigkeiten eine der schöneren Vappu-Attraktionen und so erwartete mich im Gang die Treppe hinauf ein großer, schwarzer Totenkopf mit goldenen Zähnen, den mir mein älterer Gastbruder gleich ganz stolz als seinen vorstellte. Ich lobte also brav und bekam dann einen Schock, als ich mein Zimmer betrat und dort das Vorfand:

WP_000337

Mein Vappu-Ballon!

Ich hatte so halbwegs im Scherz zu Riina gemeint, dass ich, wenn ich mir einen Ballon aussuchen dürfte, einen solchen nehmen würde und offensichtlich hatte sie ernst gemacht, was ich enfach unglaublich süß fand. Jetzt schwebt also Hello Kitty in meinem Zimmer und gibt mir die Chance, nachzuholen, was ich in meiner eigenen Kindheit  wegen des Nichtvorhandenseins dieser Marke nicht selbst tun konnte. Gefeiert haben wir übrigens zusammen mit Freunden von Riina, die auch jüngere Kinder haben und die so nett waren, dass noch nicht einmal ich mich dazu durchringen konnte, den ganzen Abend in meinem Zimmer zu verbringen, sondern stattdessen bei einigen netten Gesprächen am Esstisch hängen blieb. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Doch Vappu bescherte mir nicht nur unter der Woche einen freien Tag sondern markierte außerdem ein Datum, auf dass ich jetzt gut drei Monate lang gewartet hatte:  Anfang Mai öffneten endlich die Bewerbungsportale der Hochschulen für das Wintersemester!  Zumindest in der Theorie. In der Praxis sah das dann so aus, dass  außer Hannover und Osnabrück, bei denen ich mich aber schon ende April hatte bewerben können, auch am zweiten und dritten noch keines der Portale geöffnet hatte. Auf der Homepage der Fachhochschule Kiel fand sich gar der Hinweis, die Bewerbung für das Wintersemester sei erst ab November möglich – 2013 wohl gemerkt! Daraufhin schrieb ich eine Mail an den dortigen Support und seit dem ist zumindest der Link der sagt, man könne sich bewerben weg. Wo das allerdings heute – endlich! – klappte war die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen. Wegen deren PR/Journalismusstudiengang hatte ich ja ursprünglich das Praktikum machen wollen und ich muss sagen, dass und Lingen sind eigentlich die einzigen beiden, wegen denen es, sollte ich von dort und aus Fribourg eine Zusage erhalten, was ich natürlich nicht glaube, aber träumen wir einfach mal ein bisschen,  eventuell zu einem Interessenskonflikt bei mir kommen könnte. Nunja. Abwarten und Teetrinken ist da wohl die Devise.

Zwar keinen Tee, aber Kaffeetrinken, natürlich ohne dabei Kaffeezutrinken, war ich in dieser Woche für meine Verhältnisse relativ oft. Am Freitag hatte ich mich mit Diana verbredet, die ich über den Deutsch-Finnischen-Verein kennen gelernt habe und mit der ich einen wunderbar schönen Nachmittag verbracht hatte. Gesprächsthema nummer eins: Gesammelte Erfahrungen aus mehreren Jahren im erweiterten Skisprunggroupietum! Wir saßen Stunden zusammen, unterhielten uns und machten schließlich noch einen kleinen Spaziergang an den Hafen. Und während ebendiesem passierte dann etwas unglaublich tolles: Diana hat mir angeboten dass wir vielleicht (und das vielleicht ist ziemlich groß) im Juni zusammen mit dem Auto nach Lappland fahren könnten. Könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich darüber gefreut habe?! Ich meine, selbst wenn ich ca. 100€ an Benzinzuschuß rechne, ist das immer noch erheblich weniger als nur ein Weg per Zug oder gar Flugzeug. Das wäre unglaublich geil. Ich drücke mir selber grade ganz, ganz, ganz fest die Daumen, dass das klappt und hoffe ihr helft mir dabei.

Als ich nach Hause kam stand neben der selbst zu machenden Mini-Salamipizza ein „kultureller Austausch“ auf dem Programm: Finnland spielte gegen Deutschland im Icehockey und ich glaube, an dieser Stelle muss ich etwas erklären. Icehockey hat hier exakt den gleichen Stellenwert wie Fußball in Deutschland. Die Werbungen dafür ähneln sich, es gibt äußerst fähige Kommentatoren, Randberichtersstattungen und und und. In Anbetracht dessen war es natürlich etwas peinlich, dass ich von dem Sport überhaupt keine Ahnung habe, aber das war nicht so schlimm. Immerhin konnte ich mich dazu setzen, „Schlaaaaaaaand!“ jubeln und meiner Gastmama die Aussprache der Namen der Spieler näher bringen. Auch das hat mir sehr viel Spaß gemacht.  Ungefähr genau so viel, wie kurz mit Gudrun zu Skypen und endlich die Eckdaten für deren Besuch in drei Wochen fest zu machen. Ich freue mich so unglaublich auf Oma und sie!

Am Samstag ging es dann auf zum nächsten Treffen mit Diana, diesmal, weil wir uns bereit erklärt hatten, Asko  noch einmal persönlich in die Funktionsweise des Bloggs einzuführen. Das war an und für sich ganz lustig, wir wurden gut mit Kuchen, Sima und einem Haufen Papierkram versorgt worden, den Diana jetzt digitalisieren soll. Anschließend gingen wir wieder Kaffeetrinken und nachdem mein Versuch, mich mit Sabina zu treffen mal wieder an unmöglichen Buszeiten scheiterte, fuhr ich anschließend nach Hause.

Da heute wirklich nichts passiert ist, was vielleicht daran liegt, dass ich einiges an Schlaf nachzuholen hatte, möchte ich diesen Blogg gerne mit einer sehr interessanten Erkenntnis zum Raum-Zeit-Kontinuum beenden, die gestern gemacht habe. Zwei Monate können länger sein als neun Monate. Danke an alle, die mir mit Spotifyplaylists, Gesprächen, Realitätsflucht und Skype dabei geholfen haben, diese Erkenntnis zumindest ansatzweise zu verarbeiten! Ihr seid die besten.

Hyvää sunnuntai kaikille,

die Sonne scheint, es wird Frühling und…ja, genau, so oder so ähnlich hat dieser Blogg letzte Woche auch schon angefangen, dessen bin ich mir bewusst. Aber jetzt ist sie also endlich da, hier, in Finnland, die neue Jahreszeit, dass kann ich nun mit endgültiger Gewissheit sagen, denn ich bin heute das erste Mal seit Oktober ohne Strumpfhose draußen gewesen und habe nicht gefroren.  Es passiert also wirklich. Unglaublich!  Zu sehen war das auch noch an anderer Stelle, aber dazu später mehr.

Die Woche begann sehr erfreulich mit einer KG-Stunde, die ja bei mir gleichzeitig auch noch kostenloser Sprachkurs ist  und die ich sehr vermisst habe. Ich liebe meine Physiotherapeutin, ihre Geschichten über ihr Pferd genau so wie die, als sie in Deutschland zur Erstkommunion ihrer Nichte in der Kirche saß und kein Wort verstand. Ich habe mich sehr verstanden gefühlt. Das mit dem Finnischsprechen hat übrigens erstaunlich gut funktioniert, fand ich zumindest, wobei ich wohl gestehen muss, das ich auch nichts erwartet hatte.

Am Dienstag traf ich mich dann relativ spontan mit Sabina in Pasaati, einfach zum einkaufen, quatschen und Kaffee trinken, was sehr nett, wenn auch etwas kurz war, da sie nach einer halben Stunde wieder gehen musste, um ihren Bus zu erwischen und pünktlich zuhause zu sein. Aber immerhin besser als nichts, zudem stellte sie mir in Aussicht, dass wir uns vielleicht am folgenden Tag sehen könnten, was für mich vor allem deswegen praktisch war, weil  wie jeden Monat ein Treffen des Finnisch-Deutschen Vereins in Kotka anstand und ich mich in einem Anfall geistiger Umnachtung dazu bereit erklärt hatte, „Hauptvortragende“ zu sein. Das Thema? Kommen wir gleich darauf zurück.

Im Kindergarten sind derweil  Vappu-Vorbereitungen ausgebrochen, die Kinder bastelten in dieser Woche also bunte Ballons aus Pappe und verrieten im Morgenkreis, welche Kostüme sie tragen würden, denn nächsten Dienstag findet eine Art FAsnachtsparty statt. Das stellt mich vor das Problem, mir diesmal ohne Mariannes fabelhafte Verkleidungskiste eine Kostüm basteln zu müssen. Ich bin schwer am überlegen ob  ich nicht einfach dem allgemeinen Trend bei den Mädels folgen und als Prinzessin gehen soll. Immerhin werde ich wohl sonst nie wieder die Chance dazu haben (erwachsen sein und so…) wo also, wenn nicht in einem Kindergarten? Mal schauen, was mir da bis Dienstag noch einfällt.

Nun also zu meinem Vortrag beim Finnisch-Deutschen Verein: Ich hatte Asko, dem Vorsitzenden, relativ spontan und aus für mich nicht mehr ersichtlichen Gründen also vorgeschlagen, den Zweck und die Funktionsweise eines Bloggs zu erklären. Der Anlass dazu war, dass der  Verein schon vor längerer Zeit beschlossen hatte, einen Blogg  anzulegen, nur hatte eben blöderweise fast kein Mitglied eine Ahnung davon, wofür ein solcher gut ist und wie man ihn benutzt. Da wollte ich für Klarheit sorgen. Ich stellte also sowohl meinen als auch den Blogg des Vereins vor und glaube zwar nicht, dass ich wahnsinnig viel zur Aufklärung  dieses „Mysteriums“ beitragen konnte, aber wenigstens habe ich es versucht. Ansonsten ging es bei dem Treffen um Bücher und die nächsten Veranstaltungen sowie um die allgemeine Weiterentwicklung und was man tun könnte, um a) mehr Finnen dazu zu bringen, die Treffen zu besuchen und b) wie man den Verein für jüngere Leute attraktiver machen könnte. Da es ja jetzt diesen wunderbaren Blogg gibt werde ich dann auch von zuhause aus verfolgen können, wie sich das weiterentwickelt, ich bin sehr gespannt. Übrigens genau so sehr, wie auf das Kaffeetrinken-und-sich-über-die-Skisprung-Fangirl-Vergangenheit-austauschen-Treffen, dass demnächst mit Diana ansteht. Ich freue mich unglaublich!

Am Donnerstag stand dann mit dem Kindergarten ein Ausflug an, an dessen Sinn ich offengestanden etwas zweifele. Ich finde es ja schon grenzwertig, dass man Vorschulkinder auf eine Kunstausstellung schickt, aber was unsere Gruppe, die ja aus drei- und vierjährigen besteht, da zu suchen hatte erschließt sich mir definitiv nicht. Naja, das Gute war, dass die Kids zuvor einen Hasen (? ich bin mir grade wirklich nicht mehr sicher, ob es einer war) und eine Katze bestaunen durften, was gerade für die kleinen sicherlich einen erheblich höheren Mehrwert hatte als die Bilder. Besonders schön für die Kinder war aber, dass wir den Rückweg von der Stadt zum Kindergarten zu Fuß zurücklegten, weswegen man ausgiebig Gelegenheit hatte, den sich nun wirklich langsam ankündigenden Frühling zu bestaunen. Aufgetaute Seen, Blumen und grüne Wiesen, wo vor ein paar Wochen noch Dreck und Schneematsch lagen…das Leben im Frühling in Finnland kann so schön sein. Sogar die ersten Insekten trauen sich langsam an die frische Luft, es ist einfach wunderschön.

Und wäre sicherlich noch eine Nummer schöner, wenn man es ausgiebig genießen könnte. Doch da auch in dieser Woche noch meine Gesundheit in Form einer völlig verstopften Nasen incl. (gefühlt) Nebenhöhlen nicht mitspielte entschied ich mich am Donnerstag das „Angebot“ meines Körpers zu nutzen und meinen insgesamt fünften Krankheitsfreien Tag einzulegen. Also frei wegen Krankheit, nicht andersherum. Das ist für den finnischen Durchschnitt nach allem was ich so höre relativ wenig und wurde mir auch von keiner Seite übel genommen. Ich hatte also den ganzen Freitag Zeit um auszuschlafen (was auch diesmal nicht wirklich funktionierte), Dr. House zu schauen und mich den sonstigen schönen Dingen dieses Lebens zu widmen. Ich könnte mich an diese Vier-Tage-Woche wirklich gewöhnen und da sich daran die nächsten zwei Wochen nichts ändern wird, brauche ich mir auch gerade gar nicht einreden, dass  das kein Dauerzustand wäre. Sehr angenehm.

Dann muss ich, nicht nur um mal ausgleichende Gerechtigkeit herzustellen, an dieser Stelle mal ein ganz dickes fettes „kiitos Äiti!“ loswerden.  Mama, du weißt gar nicht, wie viel mir dieses Telefongespräch gestern wert war. Danke für deine Unterstützung, deinen Glauben an mich, nicht nur, aber ganz besonders während diesen acht Monaten. Ich freu mich schon ganz arg, wenn wir uns im Juli wiedersehen….es wird Zeit dafür.

Zeit wird es für so einiges, unter anderem auch (mal wieder) für’s umziehen, was offiziell in fünf Wochen ansteht. Wohin genau darüber kann ich nur spekulieren, andere scheinen da wohl mehr Informationen zu haben…dagegen muss ich wirklich irgendetwas tun. Aber nicht jetzt. Im Moment bin ich ziemlich gut beschäftigt, mich um die Bewerbungen bei den Unis zu kümmern, da bei einigen die Portale schon aufgemacht haben und ich ja, wenn ich meinen Traumstudienplatz in Fribourg möchte, sowieso einen in Deutschland brauche, aber ihr könnt ja vorsorglich schonmal anfangen, die Daumen zu drücken 😉

Was diese Woche auch noch stattfand war das Finale von „The Voice of Finland“, wo ein Typ, der meinem Bruder sicherlich gefallen hätte, gewonnen hat und die beiden, denen ich es gegönnt hätte, es nicht mal bis ins richtige Finale schafften, wie so oft eben, wenn Vera sich mit jemandem solidarisiert. Naja, eine gute Stimme hatte der Gewinner auf jeden Fall.

Heute war ich dann mit Asta in der Stadt und habe es trotz der Tatsache, dass wir in Pasaati waren geschafft, kein Geld für Klamotten auszugeben!  Dafür für eine Popcornsüßigkeit, die mich schon seit 4 Wochen von der riesigen Plakatwand aus anlächelt, an der ich jeden Tag vorbei muss. Bestehen tut sie aus weißer Schokolade, Popcorn und Erdbeeren, ist mir persönlich aber irgendwie eine Nummer zu süß. Jedenfalls, es war sehr schön, Asta zu treffen, ihr bei den Deutsch Hausaufgaben zu helfen und sich einfach mit ihr zu unterhalten.

Außerdem war heute in sofern ein denkwürdiger Tag, als das ich begonnen habe, meine Winterklamotten in das untere Fach meiner Komode und die Sommerklamotten in das obere! Aslo in der Theorie, in der Praxis liegt grade alles noch auf meinem Zimmerboden. Falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte…es wird Frühling!!

Ansonsten fällt mir grade wirklich nicht mehr ein, aber nächste Woche habe ich wegen Vappu, wie der erste Mai hier genannt wird sicher einiges zu berichten.

Bis dahin

Heippä!

Hyää sunnuntai kaikille,

ich melde mich hier aus dem wunderschönen, fast schneefreien Kotka, die Sonne scheint, der Himmel ist blau, seit zwei Tagen schon – und ich liege seit Freitag im Bett.  Am Mittwoch morgen hatten sich die Halsschmerzen, die mich die  Woche über begleitet hatten derart ausgeweitet, dass ich fast nicht mehr sprechen konnte. Trotzdem ging ich zur Arbeit, natürlich mit noch schlechteren Nerven als ohnehin schon, was wohl weder für die Kinder noch für mich sonderlich gewinnbringend war. Nachdem ich dann am Mittwoch schon fast nicht mehr mit meinem Papa im „Hangout“ sprechen konnte, da meine Stimme unglaublich rau war, versuchte ich also Donnerstag Nachmittag das Arztzentrum zu erreichen, mit dem unser Kindergarten irgend eine Abmachung hat. Dort sagte man mir, dass die Termine für Freitag erst am nächsten Morgen ausgemacht werden könnten, weswegen dieser  für mich in jedem Fall arbeitsfrei sein würde. Da ich aber trotzdem um kurz nach sieben aufgestanden bin, denn es hätte ja sein können, dass man mir einen Termin um neun gab und dann hätte ich den Bus um kurz nach acht nehmen müssen, um pünktlich zu sein, brachte mir das erholungstechnisch relativ wenig.  Ich ging also in das Ärztezentrum und landete bei der selben Krankenschwester, die mir schon im Dezember Blut abgenommen hatte. Die untersuchte mich und es war wie immer, wenn Vera krank ist : Ein bisschen was ist da, aber das ist nichts halbes und nichts ganzes. Keine Bakterien-, dafür vielleicht eine Virusinfektion, verschrieben bekam ich einen Hustensaft und ein actionfreies, sofort beginnendes Wochenende, worüber ich wirklich nicht unglücklich war. So hatte ich Zeit, endlich Grey’s Anatomy zu Ende zu schauen und mit der Staffel danach anzufangen, heute habe ich dann selbiges mit Dr. House getan. Ich fühle mich wortwörtlich als hätte mich jemand mit einem Holzhammer ausgeknockt, das Halsweh ist weg, dafür ist jetzt meine Nase verstopft und der Husten ist da. Ich bin offenkundig genervt und hab keine Ahnung, ob das bis morgen soweit besser ist, dass es für mich Sinn macht zur Arbeit zu gehen. Versuchen werde ich es auf alle Fälle.

 

Auch, weil ich morgen zum ersten Mal seit vier Wochen wieder Krankengymnastik habe! Miia, meine PT, war nämlich bis zu dieser Woche – Achtung – in Deutschland, weil ihr Bruder dort wohnt. Jetzt ist sie wieder da und ich freue mich unglaublich, sie nächste Woche wieder zu sehen. Bin schon gespannt, wie viel Finnisch ich noch kann. Also richtiges und kein Kindergartenfinnisch. Außerdem kann ich ihr erzählen, dass ich in dieser Woche zum ersten Mal seit Oktober wieder mit Einlagen gelaufen bin, da ich endlich die Winterschuhe nicht mehr brauche! Gott, was habe ich mich gefreut. Wirklich, es ist ein unglaubliches Gefühl, viel  freier, leichter, einfach…Frühling. Dieses Gefühl versuchte ich dadurch zu unterstützen, dass ich meine Winterjacke endgültig in den Schrank hängte und ab jetzt wieder mit meiner Herbst-Frühlingsjacke unterwegs bin. Und es fühlt sich so gut an! Wenn der Frühling schon nicht in Form annehmbarer Temperaturen zu einem kommt und man den Eltern dabei zuschauen darf, wie sie auf der Terrasse sitzen, dann muss man zum Frühling kommen. Nein, ernsthaft, so ganz langsam könnte es wirklich ein bisschen wärmer werden, es ist immerhin schon Ende April! Langsam machen Riina und ich uns ernsthaft Sorgen um „Vappu“, die 1. Mai-Feierlichkeiten, die man eigentlich grillend und feiernd in irgendwelchen Parks verbringt. Wenn diese Parks aber völlig vermatscht oder gar noch von den Schneebergen bedeckt sind, die man im Winter aus der Stadt dort hin gebracht hat, macht das nur so bedingt Spaß. Also heißt es: Auf die Sonne hoffen. Viel Sonne. Schnell. Immerhin soll es nächste Woche unglaubliche zehn Grad haben!

 

In Vorbereitung auf diese geradezu frühlingshaften Temperaturen war ich also diese Woche mit Sabina shoppen. Ich weiß nicht, ob das schon mal jemandem von euch passiert ist: Ihr habt eine ganz genaue Vorstellung davon, was ihr wollt, ihr seht es vor euch und seid euch sicher, dass ihr es nicht finden werdet, weil ihr viel zu genaue Ideen habt. Nun….mir ist genau das passiert, nur in der positiven Form. Ich habe beim herausgehen aus dem H&M exakt das gefunden, was ich  gesucht hatte! Ok, es war für mein reisebelastetes Taschengeldkonto eigentlich viel zu teuer, aber…es war genau das, was ich gesucht hatte! Außerdem war es ein weiterer Schritt in Richtung Frühling und deswegen psychologisch wichtig. Versteht diese Ausreden noch einer außer mir? Es war sehr schön, Sabina wieder zu treffen, sich mit ihr zu unterhalten, auch wenn es nur sehr kurz war. Vielleicht klappt das ja nächste Woche wieder, immerhin hat sie mir noch nichts von ihrem Ausflug nach Island erzählt.

 

Weil ich ja wie gesagt krank war, habe ich diese Woche wirklich nicht viel gemacht, war einfach nur immer verdammt froh, nach Hause ins Bett zu kommen, bis dann der Freitag kam und ich da ganz „legal“ sein durfte.  Ein ganzes Wochenende lang nur meine Serien, mein Schlaf und ich. Eigentlich war das sehr schön, wenn ich mich nicht wie erschlagen gefühlt hätte.  Außerdem hatte ich eine Menge Zeit und habe dabei im Internet  den Blogg einer deutschen Studentin in Fribourg gefunden, den ich sehr informativ fand. Also habe ich gestern eigentlich den ganzen Tag damit verbracht eben diesen zu lesen und mich vorzufreuen. Ich hoffe wirklich so sehr, dass das funktioniert, dass ich meinen Studienplatz in Fribourg bekomme. Aber da ich nicht weiß, wann dort entschieden werden wird, müsst ihr jetzt also einfach eine ganze Weile für mich die Daumen drücken. Bitte.

 

Natürlich sind so Krankheitssituationen auch immer ein guter Nährboden für Heimweh. Wenn einfach die Mama fehlt, die den Tee macht und einen bemittleidet oder der Papa, der einem das Lieblingsessen kocht. Dieser Heimwehanfall hatte am Freitag Abend seinen Höhepunkt, wo ich dann mit Mamas Pullover und Albert vor dem Fernseher saß. Nein, das passiert nicht so oft – bis jetzt eigentlich nie.

 

Zum Schluß noch ein kleiner Suchaufruf. Ich bin im Moment dabei ein Kochbuch für Riina zu machen, typisch Deutsch natürlich, da sie gerne kocht und sich damals über die Schupfnudeln so gefreut hat. Bis dato habe ich schon sechs Rezeptideen (Brownies,  Schupfnudeln, Flädlesuppe, Dampfnudeln, Maultaschen, Rösti) und brauche noch mindestens vier.  Wenn ihr also etwas „typisch deutsches“ kennt, was man ohne typisch deutsche Requisiten oder Zutaten (z.B. Spätzleschaber) zubereiten kann, lasst es mich doch bitte entweder per Kommentar, per Mail, Facebook oder Googleplus wissen. Ich würde mich wirklich freuen.

 

Ich hoffe, dass ich nächste Woche ein bisschen mehr zu berichten habe, kann aber nichts versprechen. Wahrscheinlich werde ich mich wohl hauptsächlich darüber auslassen, dass der April endlich (fast) vorbei ist und der wegen Gudruns und Omas Besuch so langersehnte Mai vor der Tür steht, das wird wohl auch für ein bisschen was reichen, falls nicht so viel passiert.

 

Bis dahin

Heippä! 

Schlagwörter: ,

Hyyvää sunnuntai kaikille,

ich stehe hier vor der nicht gerade kleinen Herausforderung, aus dem wenigen, ja ich möchte fast sagen „nichts“, was in dieser Woche passiert ist, noch einen Blogg zu basteln, also stellt euch einfach mal darauf ein, dass er nicht so lang wird.

Die Woche war ja meine erste Arbeitswoche nach meinen großen Ferien und sie war ziemlich stressig. Das lag zum einen daran, dass unser Zivi den ganzen April (!) auf irgendeinem Vorbereitungssseminar steckt und deswegen nicht da ist. Zum anderen gilt dieser Zustand des „nicht-da-seins“ von jetzt bis Mitte Mai auch noch für die Leiterin der Piratengruppe, weswegen sie uns, der Muschelgruppe, kurzerhand eine Erzieherin geklaut und durch eine Aushilfskraft ersetzt haben. Sanna ist zwar sehr nett und ich kann mich immer super mit ihr unterhalten, aber irgendwie hat die ganze Situation auch die Woche noch für ein allgemeines Chaos gesorgt. Hinzu kamen entweder schlechte Nerven meinerseits oder wirklich extrem laute und anstrengende Kinder, jedenfalls war die Woche arbeitstechnisch die Hölle. Aber vielleicht war das ja auch nur die Einfindungsphase für alle beteiligten und es wird in der kommenden Woche wieder besser.

Und selbst falls nicht sind es ja jetzt „nur“ noch gut drei Monate, die ich in diesem Kindergarten zu arbeiten habe. Wenn man bedenkt, dass ich davon noch zwei Tage auf meinem letzten Camp, sowie eine Woche mit Gudrun und Oma zusammen bin und dann immer noch zehn Tage Urlaub übrig habe, die ich nach eigenem Gusto verwenden kann, ist das eigentlich wirklich gar nicht mehr so viel. Ich muss aber gestehen, dass ich ziemlich froh darüber bin, denn so ganz allmählich frustriert mich der Job etwas. Es passiert nichts neues  und niemand scheint interessiert daran, dass etwas neues passiert. Im Klartext: Ich putze eben seit gut 8 Monaten Klos, sitze im Morgenkreis dabei – habe dort, wie ich fairerweise zugeben muss, bisher 3x etwas vorlesen dürfen – helfe beim Anziehen und passe auf die Kinder auf, wenn sie schlafen. Niemand gibt mir andere Aufgaben oder unterstützt mich dabei, wenn ich eigene Projekte durchführen möchte wie beispielsweise an Ostern. Aber natürlich ist man jederzeit gerne bereit mir zu sagen, dass ich nun doch wieder für das Putzen der Erwachsenentoilette zuständig bin. Ich beschwere mich nicht über die Tätigkeit des Putzens sondern nur darüber, dass darauf mehr Wert gelegt zu werden scheint, als dass ich mich in irgend einer Form aktiv einbringe. Das frustriert mich ziemlich und macht meine Motivation, zur Arbeit zu gehen, im Moment regelmäßig zu nichte (was nicht heißt, dass ich dann nicht auftauche…). Irgendwie habe ich im Moment den Eindruck, es ist jetzt dann für alle das Beste, wenn mein Dienst hier beendet ist. Versteht mich nicht falsch, ich hätte mit Sicherheit in „schlimmeren“ Projekten landen können, ich fühle mich, legt es mir als Arroganz aus, wenn ihr wollt, als Person mit bestandenem Abitur hier nur schlichtweg unterfordert.

Deswegen beschäftige ich mich momentan schon relativ intensiv mit dem Thema „nach Hause kommen“. Zum einen, in dem das momentan in Skypegesprächen mit meiner Familie auch immer öfter angesprochen wird was ich, wie ich betonen möchte, sehr schön finde. Zum anderen dadurch, dass ich meine Bemühungen um mein Wunschstudium (für alle die nicht auf dem Stand sind, es ist „Medien- und Kommunikationswissenschaft“ an der Université de Fribourg) ziemlich voran treibe. Geäußert hat sich das in dieser Woche vor allen Dingen darin, dass ich, nur drei Tage nach Erhalt der Unterlagen, ebendiese unterschrieben nach Deutschland geschickt habe, trotz der Tatsache, dass ich keinen Drucker hier im Haus habe. Ich finde, ich werde wirklich immer besser in Sachen Organisation. Außerdem hat die Postkarte für Vero, von der ich jetzt lieber nicht sage, wie lange sie zuvor schon ein tristes Dasein in meinem Raumteiler gefristet hat, auch endlich ihr Ziel erreicht. Aber ich denke das bin irgendwo auch einfach ich. Ich mache Sachen nicht immer sofort, aber ich mache sie so, dass alles noch fristgerecht da ist. Ihr seht, ich hatte also ziemlich viel Zeit die Woche, was einerseits gut war, da ich mich so ausreichend von den schon erwähnten ziemlich stressigen Arbeitstagen erholen konnte. Andererseits war ich unglaublich glücklich, als sich am Freitag Sabina bei mir meldete und meinte, dass wir uns demnächst einmal wieder treffen könnten. Ich habe sie jetzt gut einen Monat nicht gesehen und kann es kaum erwarten, mich mit ihr zu unterhalten. Nein, es ging mir nicht schlecht in der Zeit, in der sie nicht da war, ich saß nicht heulend in meinem Zimmer, habe meinen Oberkörper vor- und zurückbewegt und „ich brauche Freunde“ gemurmelt, aber es ist jetzt einfach schön, sie wieder zu haben.

Der spannendste Part meiner Woche war dann der gestrige Samstag. Meiner Gastmutter ging es nicht so gut, und da sie und ich uns in dem Punkt, dass Bacon und Schokolade so fast jedes Problem lösen können (was man ihr im Gegensatz zu mir aber nicht ansieht) ziemlich ähnlich sind wurde ich also indirekt beauftragt, ihr die „legendären“ Brownies aus dem Kinderkochbuch, dass ich vor mittlerweile glaube ich fast zehn Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, zu backen. Das klappte alles wunderbar und ich bin mittlerweile so Pro, dass ich die Schüsseln, die ich verwendet habe sogar von Hand spüle. DA staunst du, Mama, was?  Ich stand also gestern eine gute Dreiviertelstunde in der Küche und bereitete den leckersten nicht-Kuchen der Welt zu, den, wenn keine Nüsse drinn sind, auch mein Gastbruder sehr gerne mag, sodass wir die Brownies anschließend mit Vanileeis  essen konnten. Sehr, sehr, ja fast ein bisschen zu lecker. Gastmama glücklich, Vera glücklich, das Leben kann so schön sein. Vielleicht auch deswegen, weil ich gestern einen Entschluss gefasst habe. Ich werde mir ab jetzt einen Tag in der Woche nehmen, in dem ich ganz bewusst nur Dinge tue, die ich gerne tue und sie ebenso bewusst nur für mich und nur um der Dinge Willen tue. Das klingt jetzt alles höllisch kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht. Ein Beispiel: Ich war gestern in der Sauna. Normalerweise habe ich das immer als eine Art „Belohnung“ für mich gemacht, wenn ich vorher auf dem Stepper war, gestern habe ich es einfach so gemacht. Zuvor habe ich eine Tasse Früchtetee getrunken, ohne mir Gedanken darüber zu machen, ob mein Teevorrat trotzdem so lange durchhält, bis ich das nächste Mal an Nachschub komme. Ich habe einfach Dinge gemacht, von denen ich wusste, dass sie gut für mich waren, weil sie gut für mich waren und nicht, weil ich mir vorher durch irgendeine fadenscheinige Entschuldigung die Erlaubnis dafür geholt habe. Das werde ich ab jetzt einmal die Woche tun, höchstwahrscheinlich aber Sonntags und nicht Samstags. Ich glaube, dass das einfach wichtig ist, wenn einen der Job frustriert, man quasi Dauerheimweh hat und das Thema Gastfamilienwechsel ja ganz allmählich auch wieder konkreter wird, wovor ich nach dem Desaster beim letzten Mal wirklich ziemliche Angst habe. Ich hoffe, dadurch zu einem ruhigeren, ausgeglicheneren Menschen zu werden, der sich von kleinen finnischen Dreikäsehochs, die zuhause definitiv zu wenig Grenzen aufgezeigt bekommen, nicht mehr so einfach provozieren lässt, was ja dann im Endeffekt auch meiner Arbeit zu Gute kommt. Ein Gewinn für alle sozusagen.

Der Nachteil an diesem „ich tue nur Dinge, die ich wirklich tun will“-Tag war dann, dass sämtliches Putzen für heute auf dem Plan stand. Zu meiner Überraschung  merke ich aber, dass mir das mittlerweile gar nicht mehr so viel ausmacht. Könnte aber auch an den supercoolen Systemen hier im Haus liegen, dank denen man das Bad unter Wasser setzen darf und keinen viel zu schweren Staubsauger die Treppe nach oben tragen muss. Ich weiß nicht, ob ich davon schon erzählt habe, aber es ist hier so, dass das Saugsystem für den Staubsauger sich quasi in der Wand befindet. Man trägt also nur den Schlauch herum, stöpselt ihn in eine Öffnung und hat – schwupps – einen vollwertigen Staubsauger. Das ist nicht nur praktisch sondern auch wirklich behindertenfreundlich! Wenn ich jemals ein eigenes Haus haben sollte, werde ich mir das oder etwas ähnlich anschaffen lassen.

Jetzt wollte ich gerade schlussmachen, da fiel mir noch etwas ein! Ich habe Mitte der Woche die Bestätigung für mein Praktikum in der Abteilung Kommunikation der Empa erhalten! Ich freue mich Wahnsinnig darüber, da ich dabei hoffentlich ein bisschen mehr Ahnung davon bekomme, wie Öffentlichkeitsarbeit funktioniert und dann entscheiden kann, ob das wirklich ein Beruf für mich ist. Falls nicht mache ich mir aber keine Sorgen wegen des Studiums, ich habe gerade heute im Studienplan von Fribourg gesehen, dass man dort auch mehr in Richtung Journalismus gehen kann, wenn man möchte, das würde mir ja auch liegen. In jedem Fall freue ich mich jetzt noch ein bisschen mehr auf diese neue Erfahrung, die mich dann im Sommer erwarten wird.

Last but not least möchte ich mich gerne noch bei Karen für all das Verständnis, die offenen Ohren und das gegenseitige Selbstbemitleiden der letzten Wochen bedanken. Das war unglaublich wichtig.

So, das war’s jetzt aber wirklich. Euch allen einen guten Start in die Woche

Hyvää snnuntai kaikille,

meine erste – und wohl auch letzte – Ferienwoche, in der ich gezwungen war, mich komplett selbst zu beschäftigen ist also vorbei und entgegen meiner eigenen Erwartung habe ich sie gut überstanden. Was vor allem auch an  einer Tatsache lag: Ich besuchte Antonia in Savonlinna. Wir trafen uns also am Montag Vormittag in Helsinki, nachdem mich Riina freundlicherweise zum Busbahnhof gefahren hatte. Von dort ging es dann, nach einem kurzen Aufenthalt im Bahnhof, bei dem wir uns gegenseitig auf den neuesten Stand brachten auf eine vierstündige Zugfahrt um schließlich in Savonlinna anzukommen. Dort war natürlich alles geschlossen, weswegen aus unseren „wir gehen gemütlich irgendwo Pizza essen“-Plänen schließlich eine „Mitnehm-Pizza vom Türken“ wurde, aber das störte wenig. Per Taxi ging es dann in das Savonlinna Kristalinen Opisto, die Schule, in der Antonia arbeitet. Sie hat dort eine eigene Wohnung mit zwei Schlafzimmern, weswegen es überhaupt kein Problem war, mich dort ein paar Tage unterzubringen. Wir unternahmen eine Menge, shoppingtouren, Serienabende, Sightseeing und vor allem: Ganz viel reden. Außerdem wurde natürlich gekocht, was wir auch sehr gut hinbekamen. An zwei Nachmittagen besuchte ich sie dann im Unterricht, was auch wirklich interessant war und mich ein bisschen neidisch machte, denn den anspruchsvolleren Job hat sicher sie. Wobei man natürlich dazu sagen muss das auf der anderen Seite des Zaunes das Gras ja immer grüner ist. Wir versuchten auch, uns das Schloss von Savonlinna, dass das Wahrzeichen der Stadt darstellt, anzusehen, scheiterten jedoch daran, dasses über die Feiertage geschlossen war. Stattdessen landeten wir in einem wunderschönen, Pipi-Langstrumpf-mäßigen Café, wo unter anderem Kakao mit Marshmallows serviert wurde. Sehr lecke. Zusammenfassend lässt sich also sagen: Wir hatten eine sehr, sehr schöne Zeit und es tat einfach unglaublich gut, einmal aus Kotka herauszukommen.

Savonlinna Schloss

Savonlinna Schloss

Am Donnerstag ging es dann relativ früh auf nach Helsinki, wo ich mich mit Halid verabredet hatte, einfach deswegen, weil ich ihn gerne noch einmal sehen würde und ich ohnehin über Helsinki fahren musste, um wieder nach Hause zu kommen. Da er jedoch zum arbeitenden Teil der Bevölkerung gehört, musste ich drei Stunden auf ihn warten, was jedoch kein Problem darstellte. Wir trafen uns also, bummelten durch die Hauptstadt, redeten und es war sehr schön, einmal wieder was vom großen Leben zu sehen. Irgendwie fällt einem erst auf, wie viel eigentlich in Helsinki los ist, wenn man nicht mehr da ist. Ich meine, verglichen mit Savonlinna ist Kotka wirklich in Ordnung, aber so Dinge, wie ab und zu Mal ins Theater oder Museum zu gehen ist hier eben einfach nur ganz schwer  möglich.

Zurück in Kotka fiel dann selbst in der Dunkelheit eine Sache unglaublich positiv auf: Der Schnee ist verschwunden. Ok, das ist übertrieben, aber er liegt zumindest nicht mehr auf dem Gehweg! Es wird Frühling! Diese neugewonnene Erkenntnis hatte ich zuvor schon dadurch zu untermauern versucht, dass ich mir in Savonlinna im Shoppingrausch mit Antonia eine Bluse gekauft hatte, doch nun kam der ultimative Beweis. Es wird wirklich ganz langsam Frühling. Plus fünf Grad hatten wir dieses Wochenende und der Schnee zieht sich auch ganz, ganz langsam zurück, was nicht heißt, das es hier nicht mehr weiß wäre. Wunderschön, wirklich. Genauso wie die Tatsache, dass noch nicht einmal die  Zeitumstellung etwas daran ändern konnte, dass es jetzt morgens, wenn man aufwacht, hell ist. Wunderschön! Und noch etwas erwartete mich, als ich zuhause ankam: Zwei Päckchen! Mama, Papa, Max, Yanic, Oma: Ich bedanke mich, dass ich die restlichen drei Monate nicht werde verhungern müssen.  Am Freitag morgen hatte ich eigentlich geplant, zuhause zu entspannen, weil ich ja Donnerstag Nacht erst nach Hause gekommen war, doch dann machte ich den „Fehler“, mich bei Facebook einzuloggen, wo mich Asta, eine Freundin von Camila anschrieb und spontan zu einem treffen mit zwei Jungs aus Norddeutschland einlud, die vor einigen Jahren als Austauschschüler in Finnland gewesen waren und nun Kotka einen Besuch abstatteten. Da ich mir ja Sozialkontakte suchen wollte sagte ich also spontan zu und schaffte es zuvor sogar noch, bei der Bank vorbeizusehen und nach acht Monaten meine Adresse zu ändern, sodass meine Kontoauszüge nun auch wirklich wieder bei mir ankommen. Dort gab es dann mein Lieblingsspielchen zu spielen: „Warum-haben-Sie-keinen-Pass-und-was-ist-diese-Karte-die-Sie-uns-da-hinlegen?“ Nach gut einer halben Stunde (!) war Gott sei Dank auch das vorbei und ich konnte mich endlich um meine Sozialkontakte kümmern. Der Nachmittag war dann auch wirklich sehr schön, die Jungs total nett und sogar so geduldig, ernsthaft zu versuchen, mir das Billiardspielen beizubringen. Ich denke, ich habe mich gar nicht so schlecht geschlagen und sogar ein Mal gewonnen, was wohl aber eher Glück als irgendwelchem Können zuzuschreiben ist. Zuhause machte ich mir dann eine Pizza, die ich notfallmäßig in eine Pizza Calzone verwandeln musste, weil ich sonst nicht gewusst hätte, wie ich sie heil und mit allen zutaten vom Tisch bekommen soll. Sah aber schon relativ professionell aus, wie ich fand. Irgendwas muss damit jedoch nicht gestimmt haben, jedenfalls war ich anschließend die ganze Nacht damit beschäftigt, mich zu übergeben. Dementsprechend müde verbrachte ich also den ganzen Samstag im Bett, abwechselnd schlafend oder Grey’s Anatomy schauend, weswegen ich jetzt doch ganz optimistisch bin, sowohl diese als auch die „Dr. House“ Staffel noch vollständig gesehen zu haben, bevor ich wieder nach Hause fahre.  Was das aber auch bedingte, war ein etwas schlechtes gewissen meiner Gastmama gegenüber, weswegen ich  heute versuchte, mehr Zeit mit ihr zu verbringen und davon sogar noch wirklich etwas für mich hatte. Denn als ich heute Morgen in die Küche kam, bot sie mir an, unseren nun schon vier Wochen lang gereiften Plan in die Tat umzusetzen und mir die Haare zu schneiden. Wie froh ich darüber bin, dass meine Haare nun nach fast neun Monaten wieder eine Schere zu Gesicht bekommen haben, ihr glaubt es nicht. Großartig verändert hat sich eigentlich nichts, es sieht jetzt nur alles wieder „nach etwas aus“ und ich bin unglaublich dankbar dafür. Es geht nichts über das finnische „jeder kann grundsätzlich jeden Job machen“-System ;). Natürlich habe ich mich dafür auch revanchiert, was allerdings schon etwas länger geplant war und heute für alle Schupfnudeln gekocht, das erste Mal in meinem Leben überhaupt. Eigentlich ist das gar nicht so schwierig, nur eben erheblich Zeitaufwändiger, als die Dinger abgepackt zu kaufen, was aber hier in Finnland ja sowieso nicht möglich ist. Das ganze ging erstaunlich gut, der einzige Punkt, der mich etwas überraschte war, dass Riina die Schupfnudeln – über das Wort amüsiert sie sich übrigens zu Tode – eher frittierte, anstatt sie anzubraten. Dem Geschmack hat das aber keinen Abbruch getan und Eero, der mir beim Vorbereiten helfen durfte, war ganz begeistert.

WP_000330 (1)

Vielleicht ist das ja auch ein Grund dafür, warum mein Kopf grade so blockiert ist, dass mir jetzt wirklich nicht mehr einfällt, was ich noch schreiben soll und weswegen ich das Gefühl habe, alles zuvor auch nicht ausreichend beschrieben zu haben. Ihr möget es mir bitte nachsehen. Ab nächster Woche herrscht dann wieder der gewohnte Arbeitstrott, da habe ich sicher auch wieder mehr Nerven, um mich auf den Blogg zu konzentrieren.

Bis dahin

Heippä!

Hyvää Pääsiäissunnuntai kaikille,

an dieser Stelle ein völlig ernst gemeintes „herzlichen Glückwunsch“ an alle, die heute draußen ihre Osternester suchen konnten. Hier war das Dank immer noch gut 20 oder mehr cm. Schnee effektiv nicht möglich. Ihr merkt schon, ganz langsam aber sicher geht auch mir, die ja ein sehr großer Winterfan ist, dieser Umstand etwas auf den Keks, vor allen Dingen deswegen, weil der „richtige“ Schnee eben doch langsam wegtaut und die sich unter ihm befindende Eisschicht freigibt. Das heißt,  meine Trips vom Kindergarten in die Stadt oder von der Bushaltestelle nach hause werden zu ziemlich unschönen Schlitterpartien. So langsam ist es echt genug, morgen ist immerhin April!

Die Woche war ja arbeitstechnisch gesehen eine relativ kurze, da selbst unser Kindergarten am Karfreitag geschlossen hat – ich halte ja mittlerweile was das angeht nichts mehr für selbstverständlich! –  und das war vor allen Dingen deswegen ganz gut so, weil unser Personal mal wieder von einer Krankheitswelle heimgesucht wurde. Zwei Erzieherinnen plus eine Ersatzfrau fielen aus,  weswegen die letzten Tage meine Meinung, dass ich ganz dringend Ferien brauchte, noch einmal bestätigt haben. Was allerdings ganz gut war: Ich habe es tatsächlich geschafft, mein Osterprojekt rechtzeitig fertig zu bekommen!  Ok, ein Kind hat jetzt keinen Hasen, aber das war diesen Monat irgendwie auch nur zu Unzeiten da. Ich bin ganz furchtbar stolz auf mich, denn Sinn dieses Projektes war es ja, zu sehen, ob ich es überhaupt hinbekomme, von Planung über Materialbeschaffung bis zur Durchführung ein solches auf die Beine zu stellen. Nun, das habe ich und rechne mir das persönlich sehr hoch an.

Osterprojekt

 

Ansonsten wie gesagt Stress ohne Ende und Donnerstag Nachmittag waren dann glaube ich alle froh, als sie nach Hause konnten. Kleiner Wehrmutstropfen: Juuso, mein echter finnischer Sozialkontakt (Fuck yeah!) wird den ganzen April auf so einem komischen Zivi-Lehrgang und deswegen nicht da sein.  Mein Arbeitsleben wird also wieder unglaublich langweilig und eintönig werden. Juhu.  Wegen all dem war meine Motivation die Woche über nicht die beste, ich war müde, mit den Nerven ziemlich am Ende und blöderweise bemerkte das irgendwann der Rest meines Körpers. Das äußerte sich dann darin, dass ich Dienstag Nachmittag im Bus auf dem Weg nach Hause völlig unvermittelt derart heftige Bauchschmerzen bekam, dass ich dachte, ich müsste in den nächsten zwei Minuten losheulen. Das wurde auch erst einmal nicht besser und als ich schließlich aus dem Bus ausstieg und schon fast nicht mehr laufen konnte entschloss ich mich,  auch wenn ich ein furchtbar schlechtes Gewissen deswegen hatte, meine Gastmama anzurufen und sie zu fragen, ob sie mich abholen könnte.  Die war allerdings gerade in der Stadt, also schleppte ich mich  (und ich glaube, ich übertreibe nicht), nach Hause, wo sie mich dann Gott sei Dank auf halber Strecke noch aufgabelte, was aber wohl hauptsächlich ein Indiz dafür ist, wie langsam ich war. Zuhause dann das volle Programm mit schlafen und Wärmflasche, zitternden Armen und Beinen und einer sich furchtbar nett um mich kümmernden Gastmama. Nach gut drei Stunden war die Sache dann Gott sei Dank vorbei, wo rann konkret es gelegen hat, weiß ich aber immer noch nicht.

Auch im Kindergarten herrschte so eine Art Osterstimmung, am Mittwoch gingen alle zusammen in den Gottesdienst (wo ich zum Glück nicht mitmusste, nicht weil ich plötzlich etwas gegen die Kirche hätte, um ehrlich zu sein finde ich es schade, dass ich dieses Ostern in keinem Gottesdienst war, sondern eher wegen dem Laufaufwand) und am Donnerstag gab es Kinderüberraschungseier zum Nachtisch. Ja, genau die Kinderüberraschungseier, hier, in Finnland, wo sonst selbst der McDonalds „selber“ gemacht wird. Ok, mittlerweile verstehe ich auch wieso, ich habe die finnische Version des Ü-Eis gestern probiert und muss sagen, dass ist nicht so ganz das – verkneifen wir uns blöde Wortspiele – wahre.

Der Rest der Woche plätscherte so da hin, bis am Karfreitag schließlich Riinas Schwester samt Kindern vorbeikam. Hieß für mich: Ich konnte ganz „legal“ ganz viel Zeit in meinem Zimmer verbringen, da ja jemand für Riina da war. Ich hab das sehr genossen, einfach sinnlos am Computer sitzen, ein bisschen schreiben, ein bisschen Filme schauen und nebenher versuchen, sich bei der Traumuni in Fribourg anzumelden. Versuchen wohlgemerkt vor allem wegen zwei Dingen. Das erste sind die möglichen Fächerkombinationen, von denen ich mich frage, ob das so eine Art versteckter Aufnahmetest ist , denn wer das ganz alleine hinbekommt muss schon ein bisschen was im Kopf haben. Das zweite sind dann die „bürokratischen“ Anforderungen, denn neben einem Bild in einer bestimmten Größe verlangt Fribourg auch noch die Zahlung einer sogenannten Dossiergebühr, von der ich noch nichts über die Höhe weiß, mir aber aufgrund der Tatsache, dass wir hier von der Schweiz sprechen, relativ sicher bin, dass sie mein monatliches Budget um einiges überschreitet, weswegen ich sie nicht alleine bezahlen kann. Also wird es wohl am Ende darauf rauslaufen, dass das alles sowieso meine Eltern machen müssen, wobei ich mich ein bisschen „entmachtet“ fühle, aber das lässt sich wohl nicht ändern.

Den heutigen Ostersonntag verbrachte ich erst einmal mit ausschlafen, um anschließend zu duschen und schließlich mit Gastmama und Co zu Mittag zu essen. Nein, ich habe nicht übermäßig lang geschlafen, aber da hier um 7 gefrühstückt wird ist das Mittagessen immer schon relativ früh. Dabei gab es schließlich eine wunderschöne Überraschung: Man hatte nicht nur für die Kids sondern auch für mein ein kleines Osternestchen in einem der Schränke versteckt, was mir freundlicherweise von meinem Gastbruder gezeigt wurde.

Osterkorb

Dort traf ich dann auf einen alten bekannten: Die Ü-Eier waren zurück, sowohl in deutscher als auch in finnischer Ausführung, außerdem ein Klapperhase und – das beste überhaupt – zwei Mini-Haribo-Ostertüten. Über die habe ich mich eigentlich noch mehr gefreut als über die Schokolade und bin mir spätestens jetzt sicher, dass meine Gastmutter die aus dem Lidl hat. Sie war nämlich am Donnerstag dort und hat mir zur Feier meines Ferienanfangs Brezeln gekauft. Hab ich schon erwähnt, dass ich sie liebe? Was ich aber nicht unerwähnt lassen möchte ist, dass ich gestern und heute so ein bisschen den Feiertagsblues hatte. Ja es ist eben einfach so, dass etwas fehlt, wenn man 19 Jahre daran gewöhnt wurde, dass man solche Tage mit seiner Familie verbringt. Ich hatte hier sehr schöne Ostern, keine Frage, aber grade beim Frühstück hat mir der heimische Osterbrunch doch ziemlich gefehlt, was irgendwie durch die Tatsache, dass die Osterpäckchen von zuhause noch nicht da sind noch verstärkt wurde, auch wenn dafür niemand etwas kann. Aber ja. Das ist wohl normal und es ist in Ordnung – und außerdem sind es jetzt nur noch drei ganze Monate, die ich hier sein werde. Diese Erkenntnis traf mich Anfang der Woche, als ich mich mit meiner Finnischlehrerin/Physiotherapeutin darüber unterhielt ziemlich unvorbereitet. Es ist irgendwie…so…beängstigend, dass das jetzt plötzlich nur noch drei Monate sein sollen, die ich hier bin. Ich freue mich unglaublich auf zuhause, so ist es nicht, es hat aber trotzdem irgendwie etwas bedrohliches und hat mich in letzter Zeit öfter darüber nachdenken lassen, ob ich denn schon alles getan und gesehen habe, was ich tun und sehen wollte, oder ob noch etwas fehlt. Einem ganz dicken Punkt werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen in bisschen näher kommen: Morgen geht es zuerst nach Helsinki und von dort zusammen mit Antonia nach Savonlinna. Ich freue mich wirklich darauf, sie wieder zu sehen und zudem einen ganz anderen Teil von Finnland kennen zu lernen. Und außerdem , und damit kommen wir wieder zu meiner Ausgansfeststellung zurück, hoffe ich, dass wir es in den drei Tagen, die ich dort sein werde, irgendwie hinbekommen, unseren Lapplandtrip mal etwas konkreter werden zu lassen. Dieser Punkt steht nämlich wirklich noch richtig groß auf meiner To-Do-Liste und ich wäre ziemlich sauer auf mich, wenn ich das bis Juli nicht hinbekommen würde.

Doch damit ich überhaupt nach Savonlinna komme, was nicht so ganz billig ist, muss ich jetzt erst einmal versuchen,  die Spardose aufzumachen, die ich von meinen Eltern zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Das ist alles andere als einfach und wird sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen, was ihr als nette Leser sicherlich versteht und mir deswegen verzeiht, dass der Blogg hier und heute nicht so ganz ausführlich ist.

Frohe Ostern euch allen!


  • Keine
  • manamanabadibidibi: oh vera! ich sitze hier in amsterdam in der neuen wohnung von Carmen und vertreibe mir die Zeit bis zu meinem Flug nach Hause morgen frueh... Ich den
  • Eva: Adressdaten stehen bei mir auf dem Blog. schreib einfach eine email. ich hör mich einfach mal um.
  • verainfinnland: ich wollte in eine wg, ich glaub sonst vereinsame ich... das wär total lieb von dir! ich schreib jetzt seit ner woche mails, hab zwar ein "Vorstellun

Kategorien